Presse (Medien)
Der Oberbegriff Presse (von mittellateinisch pressa und französisch presse) leitet sich von der Druckerpresse aus der Zeit der analogen Drucktechnik ab und bezog sich ursprünglich auf die Gesamtheit aller verbreiteten Druckerzeugnisse (Flugschriften, Einblattdrucke, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Plakate). Etwa um 1850 hatte der Begriff die Bedeutung „Gesamtheit der Zeitungen und Zeitschriften“ angenommen.
Heute steht Presse für jede journalistische Betätigungsform - auch die bei elektronischen Medien (Hörfunk, Fernsehen, Online-Medien) - durch Korrespondenten, Reporter oder Redakteure.
Die häufig als Vierte Gewalt bezeichnete Presse (abgeleitet von den im Rahmen der Gewaltenteilung getrennten Staatsgewalten Legislative, Exekutive und Judikative) hat in einer demokratischen Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf politische Entscheidungen. Alle freiheitlichen Verfassungen (in Deutschland in Art. 5 GG) garantieren deshalb die Pressefreiheit als Grundrecht. Das Bundesverfassungsgericht sieht eine freie Presse als „schlechthin konstituierend“ für die Demokratie an.
Die Gewährleistung der Informationsfreiheit ist dabei Grundlage einer Informationsbeschaffung durch Recherche oder Investigation, durch die in der Vergangenheit einige Missstände in der Politik aufgedeckt werden konnten (zum Beispiel die Watergate-Affäre in den USA oder die Spiegel-Affäre in Deutschland).
Den Vorteilen einer freien und unbeeinflussten Presse stehen die Nachteile marktwirtschaftlicher Ausrichtung gegenüber: Das Streben nach hohen Auflagenzahlen und die Bindung der Leser an das Produkt begünstigen sensationsorientierte oder voyeuristische Berichterstattung in der Regenbogen- und Boulevardpresse. Die zunehmende regionale Monopolisierung außerhalb der Großstädte und die subtile Abhängigkeit von Verlegerinteressen wird von einigen als Gefahr für die Freiheit der Presse betrachtet. Vor allem dann, wenn politische Parteien Eigentümer von Zeitungen sind. (siehe auch Mediendemokratie).
In der Umgangssprache ist der Begriff Presse oft beschränkt auf Tageszeitungen und das dazu gehörende Nachrichtenwesen.
Press (media)
The generic term press (of centralLatin pressa and French press) is derived from the Druckerpresse from the time of the similar printing and originally referred to the whole of all common printed products (flight writings, a sheet pressures, newspapers, magazines, books, posters). Approximately around 1850 the term had taken the meaning „whole of the newspapers and magazines “.
Today press stands for each journalistic Betätigungsform - also with electronic media (sound broadcasting, television, on-line media) - by correspondents, reporters or editors.
Those frequently as the fourth force designated press (derived from the government authorities legislation, executive and Judikative separated in the context of the division of power) has a substantial influence on the public opinion and on political decisions in a democratic society. All liberal conditions (in Germany in kind 5 GG) guarantee therefore the Pressefreiheit as fundamental right. The Federal Constitutional Court regards a free press as „absolutely constituent “for the democracy.
The guarantee of the uninformativeness is thereby basis of a provision of information by search or Investigation, by which in the past some bad states in the policy could be uncovered (for example the Watergate affair in the USA or the mirror affair in Germany).
The disadvantages of free market adjustment face the advantages of a free and uninfluenced press: Striving for high edition numbers and the connection of the readers to the product favour sensation-oriented or voyeuristische reporting in the rainbow and boulevard press. Increasing regional monopolizing outside of the large cities and the subtle dependence on interests of publisher is regarded of some as danger for the liberty the press. Above all if political parties are owners of newspapers. (see also medium democracy).
In the colloquial language the term press is often limited to daily papers and the intelligence belonging to it. |
|